Freitag, 4. Mai 2018

Bericht zum 29.04.2018 -> Schleusenruine Wüsteneutzsch


An der Startpunkttanke starteten um Punkt 9:45 vier Zwei- und ein Vierzylinder zu einem nicht vollendeten Bau-Großprojekt ins Land der Frühaufsteher – vielleicht das Vorbild für BER. Die über 200km weite Anfahrt verlief recht kurzweilig, konnten wir doch völlig hauptstraßenvermeidend alle auf dem Weg liegenden Kleinstädtchen mit ihren Gassen und Fußgängerzonen kennenlernen. Eine gute Methode, dies zu ermöglichen, ist es, bei der Tourenplanung am PC zu vergessen, das Häkchen bei „Fußgänger“ rauszunehmen. Da Dirks etwas betagtes Navi keine Neuberechnung der einmal verankerten Route vornehmen kann, hatten wir viel Spaß. Dirk ertrug das Geläster gelassen, schließlich blieben uns Überland-Radwege und vom Deutschen Wanderverein empfohlene Pfade erspart. 

Die Strecke führte an blühenden Rapsfeldern vorbei und durch ergrünende Wälder über Trebbin, Jüterbog, Dennewitz, Elster, Kemberg, Gräfenhainichen und entlang der Bitterfelder Riviera zu einer Merseburger Tankstelle.

Dort um die Ecke liegt Wüsteneutzsch und in der Nähe die Schleusenkammer mit 14m hohen Wänden, bei der gerade mal die Betonbauer fertig wurden, ehe der Krieg begann. Übrig blieb ein wuchtiger Koloss am Ende eines bereits eingedeichten, aber trockenen Elster-Saale-Kanals, der jetzt als Abenteuerspielplatz für Geocacher dient. Die reisten mit Teleskopleitern und hochgebirgstauglicher Kletterausrüstung sogar aus Hannover und dem Ruhrpott an, um hier durch Abseilen in diverse feucht-dunkle Schächte eine Tupperbox aufzuspüren. 

 
Der Rückweg über Schkeuditz (nahe des berühmten Kreuzes), vorbei am DHL-Airport und Delitzsch, durch Bad Düben und Schmiedeberg, wieder per Gierseilfähre über die Elbe, dann Elster und Kemnitz. Damit’s eine standardgemäße Rausfahrt wird, hat Dirk hier die obligatorischen sechs Kilometer übelster Wegstrecke (anno 1850 hingelegte, unbehauene Steine als Pflaster, dazwischen Löcher, viel Sand, Gras und Stöckchen) eingebaut und führte uns über Beelitz, Michendorf und Saarmund nach Güterfelde, wo sich die Gruppe in alle Richtungen auflöste.

Die zwei vollen Tankfüllungen wurden auf äußerst unterhaltsame Art verbrannt – Danke, Dirk. Das mit dem Fußgängernavi war neben dem perfekten Wetter und sonst sehr guter Streckenführung  das Salz in der Suppe.
 -p





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