Sonntag, 9. August 2015

Bericht zum 02.08.2015 - Rostnagel und Wasserwindmühle



Im Angebot des heutigen Tages: Technik und Kultur – also rostiger Nagel und Lausitzer Sagen. Beides etwas weiter weg, denn es wurden 370km mit anschließendem Gevölle.

Aber erst musste der rostige Nagel erreicht werden, und zwar mit viel Abgebiege (Dieders- Jühns- Klaus- Wüns- und Egsdorf), unter Zuhilfenahme kleinerer Straßen und einer Kaffeepause in Lübben, wo bereits nach fester Nahrung gerufen wurde. Hier legte einer der 5 Mitfahrer auch freundlicherweise dieses furchtbare gelbe Warn-Leibchen ab. Westen im Osten - tss tsss..

Dann kamen noch Lübbenau, Vetschau, Altdöbern und Senftenberg, von wo es über ein hauptsächlich von Radfahrern frequentiertes Sträßchen zum rostigen Nagel ging, ein extra für Schwalben und Mauersegler aufgestelltes künstliches Vogelbiotop. Deren Nester sind kunstvoll in den Rost unter den Stufen eingeklebt. Wer immun gegen Vogelscheiße ist, kann diese Bruthilfe sogar besteigen und ihre Zweitverwendung als Aussichtsturm über die vielen ihrer Kohle beraubten und unterdessen mit Wasser gefüllten Löcher, den Kraftwerken Boxberg und Schwarze Pumpe und einigen Windkraftanlagen genießen.

Der Weg von der Industrie- zur Volkskultur war nicht weit; konkret: 18km. In der Nähe des Dumpfbacken-Paradieses Hoyerswerda führte das von mit Raben besetzten Findlingen gesäumte Sträßchen von Schwarzkollm zur Schwarzen Mühle. Es heißt, dass der Krabat, eine Lausitzer Sagengestalt, hier vom Müller in die schwarze Magie eingeführt wurde, die er später zum Nutzen des Lausitzer Volks anwandte. Da die Mühle beim Sieg über den bösen Müller leider abbrannte, wurde sie für touristische Zwecke wieder aufgebaut und dient nun als kleines Museum und Plinzeausgabeanstalt für Rausfahrer. Gegen Einwurf von einem Euro wird sogar ein Mühlrad in Gang gesetzt, angetrieben von Wasser, das seinerseits per Windkraft aus dem Boden gepumpt wird. Also eine von Wind angetriebene Wassermühle. Bizarr!

Namen wie Hosena, Senftenberg, Annahütte, Sonnewalde und Walddrehna war auf passierten Ortsschildern zu lesen, dann ging es über die B96 und Sperenberg (bemerkenswerter durchquerter Ortsteil: Marga), Großbeuthen und Neubeeren zum Abschlussessen ins Marinella, wo man uns schon beim Einparken hektisch einen großen Tisch auf den Gehweg räumte.

Danke, Dirk, der Du nach Jahren mal wieder mit uns tafeln konntest.
-p

Der ganze Nagel
Beschissene Treppe


Die kleinen Scheißerchen






Hinter Krabats Mühle

Voll kommerzielle Wassermühle





Samstag, 1. August 2015

So, 02.08.2015, 9:30 Startpunkt Süd: Lausitzer Seenland

Wir fahren vom Startpunkt SÜD in Richtung Lausitzer Seenland und schauen uns dort einen rostigen Nagel an. Aber nicht irgendeinen, sondern den, der 33 m hoch ist und 111 Tonnen wiegt. Und wir wollen zu einer sagenumworbenen schwarzen Mühle.

-Fazer-Dirk.